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ABGESAGT! „Die größte christliche Musik“

Die Wahrnehmung der Juden in den Passionen J.S. Bachs

Donnerstag 19. März 2020 | 19:00 21:00

Antijüdische Darstellung
Antijüdische Darstellung der KReuzigung
(Straßburg 1422, Historienbibel)

Seit den Anfängen der Kirche dienten die Passionsgeschichten der vier Evangelien auch dazu, die Entfremdung vom jüdischen Volk, alsbald Feindschaft, Verunglimpfung und Verfolgung „der“ Juden zu begründen. Gleichzeitig wecken die Passionen Bachs mit ihrer wunderbaren Musik Eindrücke, die Gedanken an Judenverfolgung unerträglich machen, ja verhindern.

In seinem Vortrag geht Johann Michael Schmidt auf die biblischen Grundlagen und theologiegeschichtlichen Voraussetzungen der Matthäuspassion von J. S. Bach ein und stellt insbesondere die zunächst religiös, dann zunehmend politisch und rassistisch geprägte judenfeindliche Wahrnehmung und Wirkung der Matthäuspassion dar, und zwar seit ihrer Wiederaufführung 1829 durch Felix Mendelssohn Bartholdy, von dem das Zitat des Vortragstitels stammt, bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.

Referent: Prof. Dr. Johann Michael Schmidt, Meerbusch

Veranstalter Hochschule für Kirchenmusik
Kooperationspartner Arbeitsstelle Kirchenmusik der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens

Hochschule für Kirchenmusik

Käthe-Kollwitz-Ufer 97
Dresden, 01309 Germany
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